Du hast dein Buch geschrieben, lektoriert und gesetzt – jetzt stehst du vor der nächsten großen Frage: Über welche Plattform veröffentlichst du? In Deutschland haben sich drei Namen als besonders beliebt etabliert: KDP (Kindle Direct Publishing), tredition und BoD (Books on Demand). Alle drei bieten Self-Publishing an – aber sie unterscheiden sich in Kosten, Reichweite, Kontrolle und Serviceleistungen erheblich.
Hier bekommst du einen ehrlichen Vergleich, damit du die Entscheidung triffst, die zu dir und deinem Buch passt.
KDP – Kindle Direct Publishing (Amazon)
KDP ist die Self-Publishing-Plattform von Amazon. Wer hauptsächlich E-Books veröffentlichen und eine große Reichweite im Amazon-Ökosystem nutzen möchte, ist hier gut aufgehoben. Auch Taschenbücher sind über KDP Print möglich.
Vorteile: Kostenlose Veröffentlichung, hohe Tantiemen (bis zu 70 % beim E-Book), sehr große Reichweite, einfache und schnelle Einrichtung.
Nachteile: Starke Abhängigkeit von Amazon, eingeschränkte Präsenz im stationären Buchhandel, wenig persönlicher Support. Für eine exklusive KDP-Select-Mitgliedschaft darf das E-Book nirgendwo sonst erscheinen.
Geeignet für: Autorinnen und Autoren, die schnell, kostengünstig und mit maximaler Online-Reichweite veröffentlichen möchten – besonders für E-Books.
tredition
tredition ist ein deutsches Self-Publishing-Unternehmen mit Sitz in Hamburg. Es bietet sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Pakete an und legt besonderen Wert auf die Verbreitung über den deutschen Buchhandel.
Vorteile: Gute Anbindung an den deutschen Buchhandel, kostenlose Basisoption vorhanden, ISBN inklusive, persönlicher Service, auch Hardcover möglich.
Nachteile: Kostenpflichtige Pakete können teuer werden, Tantiemen sind teils geringer als bei KDP, Qualitätskontrolle liegt vollständig bei der Autorin / dem Autor.
Geeignet für: Autorinnen und Autoren, die ihren Fokus auf den deutschsprachigen Markt legen und Wert auf Buchhandels-Präsenz legen.
BoD – Books on Demand
BoD ist einer der ältesten und bekanntesten Self-Publishing-Dienstleister im deutschsprachigen Raum. Das Unternehmen gehört zur Verlagsgruppe Libri und hat dadurch eine sehr gute Anbindung an den stationären Buchhandel.
Vorteile: Sehr gute Buchhandels-Anbindung, professionelles Auftreten, breite Vertriebswege, sowohl für Print als auch für E-Books geeignet, ISBN inklusive.
Nachteile: Einmalige Einstellungsgebühr (je nach Paket), Tantiemen etwas geringer, weniger flexibel als KDP.
Geeignet für: Autorinnen und Autoren, die ein professionelles Auftreten anstreben und über den stationären Buchhandel verkaufen möchten.
Fazit: Welche Plattform passt zu dir?
Es gibt keine universell beste Plattform – es kommt auf deine Ziele an. Wer primär online verkaufen und das E-Book-Geschäft maximieren will: KDP. Wer den deutschsprachigen Buchhandel erreichen und dabei flexibel bleiben will: tredition. Wer ein professionelles, breites Vertriebsnetz und eine starke Buchhandels-Präsenz möchte: BoD.
Viele Autorinnen und Autoren kombinieren auch mehrere Plattformen – zum Beispiel KDP für E-Books und BoD oder tredition für den Print-Bereich. Wenn du nicht sicher bist, was für dein Buch sinnvoll ist, sprich mich gerne an.
