Ein Buch ist ein Buch – oder? Nicht ganz. E-Book und Printbuch sind zwei grundverschiedene Medien, und wer das beim Formatieren ignoriert, bekommt Probleme. Hier erkläre ich die wichtigsten Unterschiede und worauf du achten musst.
Das E-Book: Fließendes Layout
E-Books sind keine fixierten Seiten. Der Text fließt dynamisch – je nach Gerät, Schriftgröße und Einstellungen der Leserin. Das bedeutet: Du kannst keine festen Seitenumbrüche, keine harten Trennungen und keine millimetergenauen Positionierungen planen. Was zählt, ist saubere Strukturierung mit Überschriften, Absätzen und einem klar formatierten Inhaltsverzeichnis.
Das Printbuch: Festes Layout
Beim Printbuch ist jede Seite fixiert. Hier entscheidest du (oder deine Buchsatz-Designerin) über Schriftart, Schriftgröße, Zeilenabstand, Seitenränder und Satzspiegel. Du achtest auf Hurenkinder und Schusterjungen, auf gleichmäßigen Grauanteil, auf korrekte Seitenzahlen und Lebende Kolumnentitel.
Die unterschiedlichen Dateiformate
Für E-Books wird meistens EPUB benötigt (für Amazon auch MOBI/KFX). Für den Druck brauchst du ein druckfertiges PDF mit eingebetteten Schriften, korrekten Schnittmarken und im richtigen Farbprofil.
Mein Tipp: Erst Print, dann E-Book
Wenn du beide Versionen planst, empfehle ich, zuerst das Printlayout zu finalisieren – dann ist der Inhalt fest. Das E-Book lässt sich danach aus dem fertigen Text erzeugen, ohne dass Layoutänderungen rückwirkend das Printdesign beeinflussen.
Fazit
Wer beide Formate produzieren will, sollte die Unterschiede von Anfang an kennen und einplanen. Mit der richtigen Vorbereitung sparst du dir Nacharbeit – und dein Buch sieht in beiden Formaten professionell aus.
