Eine der häufigsten Fragen, die mir Self-Publisher stellen: „Wie lange dauert das eigentlich?“ Die Antwort ist – wie so oft – es kommt darauf an. Aber lass mich dir konkrete Orientierungswerte geben, damit du dein Buchprojekt realistisch planen kannst.
Faktoren, die die Dauer beeinflussen
Wie lange ein Lektorat dauert, hängt von mehreren Faktoren ab: der Länge des Manuskripts, dem aktuellen Zustand des Textes, der Art des Lektorats (Strukturlektorat, Stilllektorat, einfaches Korrektorat) und natürlich der Auslastung der Lektorin.
Richtwerte für verschiedene Manuskriptlängen
Als grobe Faustregel gilt: Ein Korrektorat eines 80.000-Wörter-Romans nimmt etwa 1–2 Wochen in Anspruch. Ein umfassendes Stilllektorat desselben Textes kann 3–6 Wochen dauern – manchmal auch länger, wenn der Text noch erheblichen Überarbeitungsbedarf hat. Plane also großzügig und frage deinen Vertragspartner immer direkt nach einer realistischen Zeitschätzung.
Puffer einplanen
Viele Autorinnen unterschätzen, wie viel Zeit die Überarbeitungsphase nach dem Lektorat benötigt. Nach dem Rücklauf des Manuskripts musst du die Kommentare und Vorschläge sichten, bewerten und umsetzen. Das kann je nach Umfang noch einmal mehrere Wochen dauern. Plane diesen Puffer unbedingt ein.
Der Gesamtzeitplan für dein Buch
Wenn du ein realistisches Veröffentlichungsdatum anpeilst, kalkuliere von hinten: Wann soll das Buch erscheinen? Davon abzüglich Druckzeit, Buchsatz, Korrektorat, Lektorat – und du weißt, wann das fertige Manuskript spätestens bei der Lektorin sein muss.
Fazit
Ein Lektorat braucht Zeit – und das ist gut so. Übereilte Projekte merkt man dem Ergebnis an. Wer seinen Zeitplan realistisch aufstellt, gibt seinem Buch die Chance, wirklich das Beste zu werden, das es sein kann.
