Du hast deinen Text fertiggeschrieben – jetzt kommt das Lektorat. Aber bevor du dein Manuskript weitergibst, gibt es einige Dinge, die du selbst erledigen kannst. Eine gute Vorbereitung spart Zeit und Geld – und sorgt dafür, dass das Lektorat sich auf das Wesentliche konzentrieren kann.
Schritt 1: Lies dein Manuskript einmal komplett durch
Viele Autorinnen und Autoren schicken ihr Manuskript weiter, ohne es noch einmal als Ganzes gelesen zu haben. Dabei ist genau das wichtig: eine letzte Lektüre aus der Vogelperspektive. Stimmt der rote Faden? Gibt es Kapitel, die sich fehl am Platz anfühlen? Notiere alles, was dir auffällt – auch wenn du es nicht selbst lösen kannst. Diese Hinweise sind wertvoll für deine Lektorin.
Schritt 2: Mach eine erste Fehlerkorrektur selbst
Das Lektorat ist nicht dafür da, Tippfehler zu bereinigen, die du selbst hättest finden können. Nutze die Rechtschreibprüfung deines Textprogramms und lies anschließend aufmerksam durch. Wenn die Lektorin nicht bei jedem dritten Satz über einen offensichtlichen Fehler stolpern muss, kann sie ihren Blick auf die wirklich wichtigen Dinge richten.
Schritt 3: Sorge für ein einheitliches Format
Du musst kein perfekt gestaltetes Dokument einreichen – aber ein konsistentes. Eine einheitliche Schriftart und -größe, klare Absätze, erkennbare Kapitelstruktur. Vermeide Formatierungschaos durch doppelte Leerzeilen oder wechselnde Schriftgrößen. Wenn du Word nutzt: Arbeite mit den eingebauten Formatvorlagen (Überschrift 1, Überschrift 2, Standard).
Schritt 4: Bereite ein kurzes Briefing vor
Das ist der Schritt, den die meisten unterschätzen. Eine gute Lektorin braucht Kontext. Beantworte vorab ein paar Fragen: Wer ist deine Zielgruppe? Was ist dein Ziel mit diesem Buch? Gibt es Stellen, über die du dir selbst unsicher bist? Welcher Ton soll erhalten bleiben? Je klarer du kommunizierst, desto besser kann das Lektorat auf dich eingehen.
Schritt 5: Lass das Manuskript kurz liegen
Wenn du gerade den letzten Satz geschrieben hast: Warte noch ein paar Tage, bevor du einreichst. Distanz schärft den Blick. Du wirst Dinge sehen, die dir im Schreiben-Modus verborgen geblieben sind – und kannst noch einmal Hand anlegen, bevor die Lektorin ans Werk geht.
Ein vorbereitetes Manuskript ist ein Zeichen von Respekt: gegenüber deiner Arbeit, dem Lektorat und deinen späteren Leserinnen und Lesern. Wenn du Fragen hast, meld dich gerne.
